Ein Besuch im Stadtteil Haga in Göteborg ist wie eine kleine Zeitreise: Das Viertel mit den Kopfsteinpflasterstraßen, kleinen Boutiquen und gemütlichen Cafés war einst der erste Vorort außerhalb der Stadtmauern und ist heute vor allem als Fika-Stopp und zum entspannten Bummeln beliebt.
Haga liegt südwestlich vom Vallgraven, dem ehemaligen Wallgraben rund um den ursprünglichen Stadtkern. Vom Zentrum ist das Viertel bequem zu Fuß zu erreichen – besonders schön führt der Weg durch die Grünanlagen entlang des Vallgraven. Mit der Straßenbahn fährst du am besten bis Hagakyrkan oder Järntorget.

Shopping in Haga: Kein Geschäft wie das andere
Vor allem in der Haga Nygata findest du dann alles, was zu einem entspannten Stadtbummel dazugehört: kleine Modeboutiquen, Antiquitäten, Design und Kunsthandwerk – und natürlich viel Inspiration für Mitbringsel, Geschenke und Souvenirs.
Haga-Tipps für
- Einrichtung und Geschenke: Fåfängan Antik, Tell Me More, Haga Ett, AA Antik, Haga Interiör
- Schmuck, Handwerk und Kunst: Småskaligt, Exter, Someinid, Regnbågens, Sintra, Öjbro Vantfabrik, Galleri Grön, Herrings & Co., Rum för Inspiration, Haga Ett, Haga of Sweden,
- Beauty: Tväla&Tvaga, Hagabadet
- Mode: Haga Interiör, Haga Galanteri, Charlston, Ateljé Hörnan, Stetson, Astrid Skrädderi, Haga Trätoffelfabrik, Indigo Design,
- Kinder: Villervalla, Liten Karin, Millefiori
- Delikatessen: Pralinboden, Bräutigams, Olivolja etc, Curry House, Fram Ekolivs, Tea’s i Haga, Nellys Karameller

Schwedische Kaffee-Tradition: Fika in Haga
Schnell vergisst man im für Haga so typischen entspannten, fröhlichen Treiben die Zeit. Aber auch wenn sich plötzlich der Hunger meldet, bist du in Haga genau richtig. Cafés wie Le Petit Café, Caféva, Cafe Kringlan, Jacob’s oder Hebbe Lelle haben alle Varianten klassischer schwedischer Fika-Spezialitäten im Angebot.
Das Café Husaren hat sich mit seiner XXL-Variante der Zimtschnecke einen besonderen Platz in der Fika-Landschaft gesichert – und zwar nicht nur in Göteborg. Man munkelt, dass die Riesen-„Kanelbulle“, hinter der leicht ein Kindergesicht verschwinden kann, womöglich die größte der Welt ist.


Die schwedische Tradition des Kaffeetrinkens hat als “Fika”-Kultur die Welt erobert. In Göteborg gibt es in fast jeder Ecke der Stadt Cafés, die das authentische Fika-Erlebnis mit einer guten Tasse Kaffee und einer saftigen Zimtschnecke perfekt machen.

In den vielen Restaurants, Bars, Cafés und Bistros in Göteborg kommen Fans aller kulinarischer Spielarten auf ihre Kosten. Wer aber wie ein echter Göteborger oder eine echte Göteborgerin essen will, sollte diese Dinge probieren.
Ein Viertel mit besonderer Baugeschichte
Es lohnt sich in Haga aber auch, einen Abstecher in die Seitenstraßen zu machen, um kein kleines Geschäft zu verpassen und womöglich einen Blick in einen der liebevollen Innenhöfe zu erhaschen.
Vielleicht fällt dir auf, dass viele der Holzhäuser ein steinernes Erdgeschoss haben? Das sind so genannte Landshövdingehus, ein Ausdruck des Göteborger Pragmatismus im 19. Jahrhundert: Damals war die Angst vor weiteren Stadtbränden groß, weshalb in Städten maximal zwei Stockwerke aus Holz gebaut werden durften.

Doch in der schnell wachsenden Hafenstadt Göteborg war die Wohnungsnot groß, so dass der Regierungschef der Regionalverwaltung (schwedisch Landshövding) ein Auge zudrückte und auch die kreative Auslegung des Regelwerks genehmigte: zwei Geschosse aus Holz – auf einem aus Stein.
Aussichtspunkt Skansen Kronan: Blick von Haga über ganz Göteborg
Frisch gestärkt ist Haga auch ein guter Startpunkt für einen Aufstieg zu Skansen Kronan – einem der schönsten Aussichtspunkte der Stadt. Oder aber, um abends Richtung Järntorget und Långgatorna weiterzuziehen, wo zu späterer Stunde das Herz der Stadt schlägt.

Festung und Aussichtspunkt
Zur Weihnachtszeit verwandelt sich Haga an den Wochenenden außerdem in einen der beliebtesten Weihnachtsmärkte Göteborgs. Dann häufen sich auf kleinen Tischchen vor den Cafés Lussekatter, Zimtschnecken und anderes Weihnachtsgebäck und man kann zu Musik und Glögg nach Herzenslust nach Geschenken stöbern.



